Trotz einiger Anpassungen aufgrund des Coronavirus und viel Regen am ersten Wochenende, erlebten die Kinder und Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm mit bunten Abenden, Waldspielen, Wanderungen, einer Lagerolympiade, einem Fußballturnier, Nachtwanderungen und Abenden am Lagerfeuer.
Ein besonderes Highlight war das Anfeuern und Unterstützen des Fußballvereins FC Dachsberg beim Bezirkspokal. Mit großem Abstand unter freiem Himmel konnten dort einige Fußballlieder ausgepackt werden.
Überglücklich und zufrieden kamen schließlich am 13.08 die 47 TeilnehmerInnen im Alter von 9-14 Jahren und 26 ehrenamtlichen BetreuerInnen wieder zurück nach Großsachsen.
Dieses Zeltlager war ein ganz besonderes Zeltlager für die KjG. Lange war aufgrund der Corona-Krise nicht klar, ob Zeltlager dieser Art überhaupt möglich sind.
Die Vorbereitung begann Ende Mai mit einem ersten Stimmungsbild, um abzuklären ob sich die BetreuerInnen die Durchführung eines Zeltlagers überhaupt zutrauen. Schnell hatte sich eine Gruppe gefunden die Verordnungen studiert hat und mit etlichen Ämtern und Verbänden (Gesundheitsämter, Gemeinde Dachsberg, Ordnungsamt, BDKJ Landesstelle, KjG Bundesebene) in den Kontakt getreten ist.
Nach vielen Treffen an Abenden und Wochenenden wurde mit Hochdruck an einem Hygienekonzept gearbeitet, das allen beteiligten Ämtern vorgelegt wurde.
Eigentlich musste nur die Gemeinde Dachsberg als Vermieter des Zeltplatzes zustimmen, jedoch war man auf den Austausch mit den einzelnen Gremien gespannt.
Während das Hygienekonzept mit jeder neuen Verordnung und Meinung weiterentwickelt wurde, konnte Mitte Juni in einer ersten Information an die Eltern kommuniziert werden, dass das Zeltlager stattfinden soll. Gleich eine Woche später wurden alle angemeldeten Personen zu einem Elternabend eingeladen, bei dem das Konzept und die diesjährigen Anpassungen beim Zeltlager vorgestellt wurden.
So war im Vorhinein klar, dass die Kinder so viel Platz im Zelt haben werden wie nie zuvor, denn jedes Kind sollte ohne Kontakt zu anderen im Zelt schlafen können. Sicherlich wurden im Zeltlager auch so häufig, wie noch nie die Hände gewaschen und eine extra großes gemietetes Gerüstzelt als Aufenthaltszelt bot eine noch nie dagewesene Ausstattung für jegliches Wetter.
Nach dem Elternabend hatten die Eltern bis zum 10. Juli Zeit sich zu überlegen, ob sie ihr Kind unter den neuen Umständen tatsächlich mit ins Zeltlager schicken möchten. Zeitgleich war für uns erst am 10. Juli klar, dass wir mit 47 Kindern und Jugendlichen ins Zeltlager fahren dürfen. Die Zeit bis zur Abfahrt wurde nicht ruhiger, da noch lange mit dem Gesundheitsamt über eine mögliche Corona-Testung der gesamten Gruppe vor der Abfahrt diskutiert wurde und die übliche Lagerplanung anstand.
Schlussendlich sind wir ohne Corona Tests, mit einem deutlich größeren Aufwand, einer höheren finanziellen Belastung und einer neuen Dimension der Verantwortung am 30.07 ins Zeltlager gefahren und es hat alles so geklappt, wie wir es uns erhofft haben.
Rückwirkend ist uns allen klar, dass auf den ersten Blick eine Gruppe mit über 70 Personen in Zeiten von Corona ein großes Risiko birgt, jedoch mit guter Planung und durch die Konstanthaltung der Gruppe über 2 Wochen das Risiko einer Ansteckung und einer anschließenden Verbreitung deutlich geringer ist, als bei den üblichen Alltagsaktivitäten zu Hause.
An dieser Stelle möchten wir uns bei den vielen Unterstützern und Sponsoren bedanken, insbesondere bei den Großsaasemer Buwe und der Bürgerstiftung Hirschberg.
Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr, vielleicht dann wieder mit Ausflügen ins Schwimmbad, Shoppingtouren in der Großstadt, Besuchern und vielem mehr.