Eine lebendige Gemeinde

29.10.2019 | Erster Eventnachmittag St. Jakobus in Großsachsen

Am Sonntag, 20.10. feierte die kath. Pfarrgemeide St. Jakobus einen „Offenen Eventnachmittag“ rund um die Christkönigskirche in Großsachsen.
Über 250 Gäste besuchten die verschiedenen Angebote in der Kirche, im Gemeindehaus und den Infozelten rund um die Kirche.
Die verschiedenen Gruppierungen und Aktiven der Gemeinde stellten sich vor, boten einen Blick hinter die Kulissen der Kirche und nutzten den „Raum zur Begegnung“ untereinander und mit den vielen Interessierten.
Im Gemeindehaus war jeder Winkel belegt und zu verschieden Zeiten wurden verschiedenste kleine Events angeboten.

Schon von weitem war klar zu erkennen, dass um die Christkönigskirche in Großsachsen etwas Besonders stattfindet. Um die 30m hohe Kirchturmspitze tanzten 15 große bunte Gasluftballons im Wind und zogen die Aufmerksamkeit nicht nur der Kinder auf sich.
 
Das Gemeindeteam der kath. Pfarrgemeinde St. Jakobus, zu der die Ortsteile Lützelsachsen, Hohensachsen und Großsachsen gehören, hatte alle Interessierten zu einem Eventnachmittag eingeladen. Schon auf dem Kirchenvorplatz wurde klar, hier ist etwas für Groß und Klein geboten.
 
Am Kreativ-Zelt neben dem Kircheneingang prangte der Slogan „Gemeinde der Zukunft“, in dem Dagmar de los Rios und Veronika Drop die Teilnehmer einluden, ihre Vision einer zukünftigen Gemeinde kreativ zu Papier zu bringen. Aus diesen Ideen und Zeichnungen soll später ein großes Altar-Wand-Tuch entstehen. Auch die Kinder konnten dort am kleinen Tisch ihrer Kreativität mit Farbe und Papier freien Lauf lassen.
 
Ein großes „Looping-Louis“ Spiel, das als Outdoor Variante von Marc Göcke gebaut worden war, wurde mit Begeisterung und dauerhaft von Kindern und Jugendlichen gespielt, während eine Schar Erwachsener gebannt zusah.
 
Das Gemeindeteam hatte im Mai alle Gruppierungen und Aktiven angefragt, ob sie etwas zu einem solchen Nachmittag beisteuern möchten. Und fast alle waren dabei.
 
Der Weltladen Oase hatte seinen Verkaufsstand für fair gehandelte Waren gleich im Eingangsbereich des Gemeindehauses.
Im Frauen- und Bastelraum bot die „Eltern-Baby-Gruppe“ an, Baby- und Kleinkindspielzeug zu basteln, während sich die Kleinsten auf Krabbeldecken daneben wohlfühlen konnten.
Im unteren Gemeindesaal verwandelten sich viele Kinder beim Kinderschminke des Familienkreises „Los geht`s“ zu besonderen Fabelwesen und Tieren. Gleichzeitig standen einige Brettspiele zur Verfügung, die rege genutzt wurden. Die Gruppe der „Kinderkirche“ gab um 15:30 eine Kamishibai Vorführung (Erzähltheater) und um 16:30 Uhr kam der Kasperle des Weltladen Oase zu den Kindern. Beide Vorführungen wurde begeistert und mit hoher Aufmerksamkeit verfolgt.
 
Für die Jugendlichen hatte die kath. Junge Gemeinde KJG draußen Bewegungsspiele organisiert und zeigte anschließend Bilder ihres Sommer-Zeltlagers in der Kirche.
 
Wer einen „Blick hinter die Kulissen“ werfen wollte kam auch voll seine Kosten. 
Die Mesnerin Barbara Dörsam erklärte mit einigen Ministrant*innen was in der Sakristei und im „Miniraum“ so alles los ist, und für einen Gottesdienst vorbereitet werden muss. Auf sehr großes Interesse stießen die beiden Orgelführungen von Organist Matthias Schmidt und die Erklärungen zur großen Fensterfassade und des Kreuzweges der Kirche durch Konrad Gieringer vom Förderverein der Christkönigskirche.
 
Beim offenen Singen des Kirchenchores konnte man miterleben, wie es bei einer Chorprobe zugeht, und wie neue Lieder eingelernt werden. Schon nach kurzer Zeit erklangen so mehrstimmige Lieder aller Besucher und Chormitglieder, die selbst der Chor vorher noch nicht gesungen hatte.
Schwungvolle und meditative Lieder zum Zuhören und Mitsingen spielte ab 17:30 Uhr die Familienband St. Jakobus, die von Ulrich Topp und Agnes Göcke geleitet wird.
 
Zum Abschluss versammelten sich alle in der Kirche für eine viertelstündige Schlussandacht, die von Ulrich Topp gehalten und von der Familienband begleitet wurde. Dabei wurden von den Anwesenden Dank und Bitten vorgebracht, und nach einem gemeinsamen „Vater unser“ um den Segen Gottes gebeten.
 
Parallel zu alle diesen Angeboten konnten sich die Besucher auf der „Info-Meile“, in den Zelten hinter der Kirche, ausführlich über die verschiedenen Gruppierungen, deren Aktivitäten und aktuelle Themen informieren.
Auf über 12 Stellwänden und Stehtischen waren Bilder und Informationen zu finden, die im Gespräch mit den Verantwortlichen vertieft werden konnten.
So wurde u.a. erläutert, was unter der „Kirchenentwicklung 2030“ der Erzdiözese Freiburg zu verstehen ist und wie der Pfarrgemeinderat und der Stiftungsrat der Seelsorgeeinheit Weinheim‑Hirschberg arbeitet. Das Gemeindeteam stellte sich vor und lud zur Mitarbeit ein. Am So. 10.11. startet eine neues Projekt „Plattform 50 +/-„ bei dem „…wir christlichen Werten Raum geben und ungezwungen Gemeinschaft erleben wollen“, zu dem herzlich eingeladen wurde.
Die ökumenische Hospizhilfe stellte sich ausführlich vor, und Flyer und Infos gab es zum „Besuchsdienst für kranke und alte Menschen“, zum „Besuchsdienst für Neuzugezogene“, sowie zum „Caritasverein Hohensachsen“, der Menschen, die hier vor Ort in Not geraten sind unterstützt. Die kath. Frauengemeinschaft stellte sich vor und warb um Mitglieder während am Flipchart der „Ökumenischen Erwachsenenbildung Großsachsen“ Wünsche zu zukünftigen Themen oder Referenten angeschrieben werden konnten.
 
Der Kirchenchor, die Familienband, das Familiengottesdienstteam waren mit ausführlichen Infos und Bildern zu ihrer Arbeite und Aktionen genauso vertreten wie die Gruppe der „Kinderkirche“, die spezielle Kindergottesdienste anbietet. Die Gruppe der Wortgottesdienstleiter*innen, die im Seniorenzentrum am Turm regelmäßig Wortgottesfeiern hält, stellte sich ebenfalls vor.
Die weniger bekannte Gruppe der Teilnehmer der „Männergebetswache am Lindenberg“ war mit einer Stellwand und Aktiven vertreten. Diese Männer aus der Seelsorgeeinheit Weinheim-Hirschberg übernehmen einmal im Jahr für eine Woche die Gebetswacht in der Kirche „Am Lindenberg“ bei St. Peter im Schwarzwald.
 
Auch die Fördervereine des Kindergartens und Kirchenzentrums St. Josef Lützelsachsen (JoKiKi) und der Christkönigskirche Großsachsen hatten etliche Informationen und Bilder aufgehängt und ausgelegt. Vor allem die alten Aufnahmen des Baus der über 50 Jahre alten Christkönigkirche fanden hier reges Interesse.
 
Mit vielen Fotos und Infos wurde die peruanische Partnergemeinde „St. Jacinto de Chala“ vorgestellt. Seit zwei Jahren besteht ein inniges Verhältnis zu dieser Gemeinde an der Pazifikküste im Süden Perus. Sowohl der Perukreis als auch die Jugendlichen der KJG leben diese Partnerschaft und wollen als nächstes großes Projekt die Freunde in Südamerika beim Bau und Betrieb einer Bäckerei unterstützen. „Brot für Chala“ ist das Stichwort, um dort die dringend notwendige Möglichkeit zu schaffen, die Bevölkerung mit ausreichend Brot zu versorgen.
 
Am Stand der KJG daneben präsentierten die Jugendlichen Bilder und Infos zu ihren zahlreichen Angeboten für Kinder und Jugendliche.
Der „Eltern-Baby-Treff“ hatte neben seinem Bastelangebot auch hier ein buntes Plakat mit Infos ausgehängt. Sowohl im Gemeindehaus Großsachsen als auch im Schwesternhaus Hohensachsen treffen sich regelmäßig Eltern mit ihren Kindern im Krabbelalter, zu denen auch neue interessierte Eltern und Kinder jederzeit herzlich willkommen sind.
 
Natürlich wurde auch die Sternsingeraktion vorgestellt, bei der in St. Jakobus um die Weihnachtszeit jeweils bis zu 120 Kinder in den Gewändern der Dreikönige von Haus zu Haus unterwegs sind, um den Segen für das neue Jahr zu bringen und Spenden für Kinder in Not weltweit zu sammeln. Die diesjährige Aktion hat das Schwerpunktthema „Frieden! Im Libanon und weltweit“.
 
Im großen Gemeindesaal konnten sich die Besucher an die nett dekorierten Tische setzen, miteinander ins Gespräch kommen und sich stärken. Die kath. Frauengemeinschaften und der Kirchenchor hatten leckere Kuchen und Torten gebacken, der Peru-Partnerschafts-Kreis hatte Muffins beigesteuert und natürlich gab es auch Kaffee und Tee. Gegen 17 Uhr gab es dann noch frisch zubereiteten Wurstsalat, der vom Förderverein JoKiKi St. Josef aus Lützelsachsen beigesteuert wurde. Die kath. Frauengemeinschaft, „kfd“ schenkte frischen „Hugo“ aus und kümmerte sich außerdem um die Geschirrberge in der Küche, während die Jugendlichen der KJG kühle Getränke verkauften, die bei den spätsommerlich warmen Temperaturen gut angenommen wurden. Für das leibliche Wohl war also bestens gesorgt.
 
Für das Gemeindeteam war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Die lebendige Gemeinde St. Jakobus war zusammengekommen und hatte sich in ihrer Vielfalt von allen Seiten gezeigt.
 
Es gab Raum zur Begegnung und viele kleine Events von vielen Gruppen, durch die diese lebendige Gemeinschaft erlebbar wurde.
 
Möglich wurde diese Veranstaltung nur durch die Tatkraft und das Engagement der vielen Aktiven in der Vorbereitungsphase und an dem Nachmittag selbst. Dafür möchte sich das Gemeindeteam an dieser Stelle herzlichst bei allen bedanken.
 
Informationen zu den einzelnen Gruppen gibt es im Pfarrbüro St. Jakobus, Talstr. 17, 69469 Weinheim-Hohensachsen, Tel. 06201 / 52748.
Oder auf der Homepage www.se-wh.de > Gemeinden > St. Jakobus Hohensachsen.