„Das Projektkuratorium ist heute ans Arbeiten gekommen“
29.09.2026 |
Haupt- und Ehrenamtliche aus Pfarrei- und Diözesanebene beraten über die nächste Phase der Kirchenentwicklung 2030
Nach der Auftaktveranstaltung im März ist das K2030-Projektkuratorium zu seiner zweiten Präsenzsitzung zusammengekommen. Am Samstag, 26. September 2026, berieten die 14 anwesenden Mitglieder über die inhaltliche Weiterentwicklung der neuen Pfarreien und die nächsten Schritte der Kirchenentwicklung 2030. Das Gremium besteht aus insgesamt 19 Frauen und Männern und war von Erzbischof Stephan Burger als Nachfolgegremium der K2030-Projektleitung beauftragt worden.
Zum Auftakt des Tages gab jedes Mitglied in einem dreiminütigen Statement eine Einschätzung zur Entwicklung der Pfarreien seit ihrem Start am 1. Januar 2026. Der gemeinsame Tenor: Angesichts der tiefgreifenden Veränderungen seien die 36 Pfarreien erstaunlich gut gestartet. Gleichzeitig gebe es weiterhin viele offene Fragen und Prozesse, die sich zunächst klären und einspielen müssten. Positiv hervorgehoben wurden erste neue Ansätze in der Pastoral und in der Zusammenarbeit, die durch die veränderten Strukturen möglich geworden sind.
Rollenbasiertes Arbeiten in der Pastoral
Als Gast berichtete Theresa Hunnius, Referat Implementierung Rollenbasierten Arbeitens, über den Stand zur Einführung des rollenbasierten Arbeitens in der Pastoral. Der Ansatz geht auf ein K2030-Arbeitspaket zurück und ermöglicht insbesondere in großen Organisationen mehr Wirksamkeit, Innovation, Charismenorientierung, Selbstorganisation und Agilität. Um die Seelsorgeteams bei der Umsetzung des verabschiedeten Rollenportfolios zu unterstützen, erhalten diese verschiedene Schulungs- und Unterstützungsangebote. Insbesondere für die Zuordnung von Personen und Themen zu Teams sowie von Rollen zu den strategischen Zielen der Erzdiözese seien zunächst Aushandlungsprozesse notwendig, erläuterte Frau Hunnius. Der rollenbasierte Ansatz eröffnet der Pastoral die Möglichkeit, künftig agil in flexiblen und charismenorientierten Teams zu arbeiten. Die Implementierung soll schrittweise bis 2028 erfolgen.
„Momentum des starken Zuhörens“
Im Anschluss informierte Generalvikar Neubrand, dass mit den neuen Pfarrern Zielvereinbarungsgespräche geführt worden seien und er mit den Leitungspersonen im intensiven Austausch stehe. Zudem besucht der Generalvikar derzeit mit Erzbischof Stephan Burger die neuen Pfarreien. Er bezeichnete die Besuche als „Momentum des starken Zuhörens“. Nach Stationen in Offenburg, Oberkirch und Karlsruhe stehen in diesem Jahr noch Lörrach am 8. Oktober und Pforzheim am 19. November auf dem Programm. Bis 2030 werden Erzbischof und Generalvikar alle 36 Pfarreien besuchen.
Nächste Phase der Kirchenentwicklung 2030
Am Nachmittag berieten die Haupt- und Ehrenamtlichen gemeinsam darüber, wie aus der strukturellen Veränderung auch eine Haltungsänderung entstehen kann. Damit gehen weiterentwickelte Formen der Zusammenarbeit, des Entscheidens und Führens einher, um das originäre Ziel des Reformprozesses – eine zukunftsfähige Glaubensverkündigung – zu erwirken. Erste Ansätze und Überlegungen für diese nächste Phase der Kirchenentwicklung 2030 sollen nun weiterentwickelt und für die weitere Kommunikation aufbereitet werden. „Das Projektkuratorium ist heute ans Arbeiten gekommen“, fasste Generalvikar Neubrand die Beratungen zusammen.
Am 17. Dezember 2026 wird das vielfältig besetzte Gremium seine Arbeit zu diesem und weiteren Themen fortsetzen.
(bk)
